Aktuelles aus dem Zuchtgeschehen - IKFB e.V.

 
Wir bitten um Beachtung!

Die Anmeldungen zur ZTP übernimmt Frau Sarah Wolf.
Die Unterlagen sind ab sofort an folgende Adresse zu senden:

Sarah Wolf
Bloherfeldstraße 144
26129 Oldenburg
Tel: 04 41 - 99 87 82 52
E-Mail: ztp-anmeldung@ikfb.de 

Anmeldung zur ZTP - PDF-Formular zum Ausfüllen und einsenden

29. Mai 2017

 

Bitte beachtenViele Themen rund um die Zucht des IKFB (z.B. wie man einen Zwinger anmeldet, alles über Wirbelsäulen-Untersuchungen und vieles interessantes mehr) finden Sie auch ausführlich erklärt in verschiedenen Ausgaben unseres IKFB Bully-Journals »le petit français«
- die Ausgaben finden Sie hier.

 

Übersicht der Beiträge
   
Neuerungen zur DNA-Untersuchung bei Welpen - Januar 2017
   
Videos zur Gesundheit des Hundes
   
Hinweis Zuchtbücher 2015
   
Kontoverbindung des IKFB e.V. für ALLE Vorgänge
   
»Dogbase« für alle Züchter im IKFB
   
Hinweis zu den Wirbelsäulenbefunden
   
Zuchtstrategien und ihre Anwendung - Auszug des Artikels von Prof. Dr. Friedrich aus "Unser Rassehund"
   
Antrag auf Deckgenehmigung als PDF
   
DNA-Profiling bei Französischen Bulldoggen: Ein Resümee für 2010
   
Herzprobleme bzw. Pulmonalstenose
Abstammung sicher nachweisbar - War Fifi der Vater?
Bericht: Züchtertagung 07.11.2010 in Reken - Was verändert sich an der Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule?

 

 

Wir bitten um Beachtung folgender Änderung:

Liebe Züchter,

ab Januar 2017 erfolgt die Rechnungslegung für DNA
direkt über das Labor (Dr. Pfeiffer).

Nach Probeneingang erhalten Sie von dort eine Bestätigung und Vorabrechnung per E-Mail. Bitte geben Sie daher auf dem Formular unbedingt eine E-Mail-Adresse an!

Sobald der Zahlungseingang im Labor vorliegt,
werden die DNA-Zertifikate nebst Gutachten
an das Zuchtbuchamt zwecks Vervollständigung (Zuchtbuchnummer) übersandt.
Sie erhalten diese dann mit den Ahnentafeln für Ihre Welpen.

Das neue Formular finden Sie unter »Formulare« oder - hier -

 

 

 

 

Videos zur Gesundheid der Hunde

Unsere Präsidentin Frau Dr. Anne Posthoff hat auf der CACIB Karlsruhe einen Stand der Bundestierärztekammer betreut und dabei mehrere Interviews gegeben.

Qualzüchtungen

 

Erste Hilfe am Hund

 

Interview Frau Dr. Veit

 

Tierärztekammer BW

 

Regulationsmedizin

 

Akupunktur & Osteopathie

 

 

Initiative von VDH und Tierschutzvereinen warnt vor dem Welpenhandel
»Wühltischwelpen nein danke -
Ja zum Tierschutz!«

 

Wühltischwelpen - nein Danke!!! Eine Aktion von VDH und TierschutzverbändenDie Arbeitsgemeinschaft »Welpenhandel« ist eine gemeinsame Initiative von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz, TASSO e.V., dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH), dem Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie sowie der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz. Gemeinsam fordern die Tierschutzorganisationen eine EU-weite Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde, rechtsverbindliche Mindeststandards für die Zucht und Haltung von Hunden sowie verstärkte und konsequente Verkehrskontrollen, um dem illegalen Treiben Einhalt zu gebieten.

Auf der Internetseite www.wuehltischwelpen.de finden Sie neben dem oben gezeigten Animationsfilm viele Informationen zum Lesen, Download und Verteilen wie zum Beispiel

 

 

Liebe Mitglieder und Bullyfreunde,

Der VDH hat einen interessanten Film Film über »Bully, Mops & Bulldog« auf seiner Seite ins Internet gestellt - reinschauen lohnt sich!

Folgen Sie hier dem Link zum Bully-Film

Der Film ist auch bei youtube zu finden: Link - oder schauen Sie ihn sich hier bei uns an:

 

 

 

 

 

Vorstandsbeschluss vom 25.05.2014

Die Begutachtung bei Streitfragen hinsichtlich der Bewertung und Einteilung der röntgendiagnostischen Wirbelsäulenuntersuchung bei Französischen Bulldoggen im IKFB durch
den Obergutachter Herrn Dr. Tellhelm hinsichtlich des Röntgenergebnisses der Wirbelsäule kann nur noch mittels einer CT Untersuchung erfolgen.

Der Vorstand

 

Sehr geehrte Züchter,

ab dem 01.01.2014 müssen alle Hunde, die zur ZTP antreten, eine Herzultraschall-Untersuchung nachweisen. Das Mindestalter für die Untersuchung beträgt 11 Monate.
Die Untersuchung muss durch einen dem CollegiumCardiologicum angehörenden Tierarzt oder einen Tierarzt mit der Zusatzbezeichnung »Kardiologie« durchgeführt werden.
Eine Liste der dem CollegiumCardiologicum angeschlossenen Tierärzte finden Sie unter: http://www.collegium-cardiologicum.de/downloads/page10.html

 
DOGBASE für alle Züchter im IKFB

 

Wir haben auf unserer Vorstandssitzung am 03.03.2012 beschlossen, allen Züchtern im IKFB, die daran interessiert sind, das Zuchtprogramm des TG Verlages »dogbase« zugänglich zu machen.

Mit diesem Programm arbeitet die Zuchtleitung, das Zuchtbuchamt und der Zuchtausschuss des IKFB.
Nähere Infos dazu finden Sie unter www.tg-verlag.com

Wenn Sie »dogbase« erwerben möchten, kontaktieren Sie bitte unsere Geschäftsstelle Frau Pramberger.
Sie wird Ihre Kontaktdaten an den TG Verlag weiterleiten. Dieser nimmt dann Verbindung mit Ihnen auf.

Sie können »dogbase« einmalig, einmal im Jahr, zweimal im Jahr oder öfter bestellen.
Wir empfehlen 2x im Jahr.
Dieses Programm ist kostenpflichtig und wird direkt an den TG Verlag bezahlt.
Die Preise liegen je nach Anzahl der Updates zwischen ca. 50,- und 120,- € im Jahr.

Wir hoffen, mit diesem Schritt den Züchtern die Auswahl der Zuchttiere zu erleichtern und ihnen einen besseren Überblick über die Rasse zu ermöglichen.

Für den Vorstand
Barbara Pallasky

 

ACHTUNGLiebe Mitglieder,

ich möchte sie bitten, zukünftig von direkten Anfragen wegen Wirbelsäulenbefunden bei Frau Dr. Medl abzusehen.
Ebenso wird Frau Dr. Medl ab sofort auch keine Durchschläge der  Befundbögen mehr an den jeweiligen Besitzer schicken.
Das hat zwei Gründe, zum einem wird durch wiederholte Telefonate der Praxisablauf bei Frau Dr. Medl erheblich gestört und zum anderen komme ich mit meiner Buchhaltung durcheinander, wenn die weißen Kopien für den Besitzer bei den Befundbögen fehlen.
Selbstverständlich erteile ich Ihnen gerne Auskunft über die Wirbelsäulenbefunde ihres Hundes und natürlich erhalten sie auf der ZTP auch die für sie bestimmten Befundkopien.

Für Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Es gibt kein Problem, das man nicht lösen kann.
Ich danke für Ihr Verständnis.
Dr. Anne Posthoff

Wir bitten um Beachtung:
Die Röntgen-Formulare sind bei Frau Dr. Posthoff anzufordern!

 
Auszug aus dem Artikel
»Zuchtstrategien und ihre Anwendung
«

 
von Prof. Dr. Friedrich

aus: Unser Rassehund, Ausgabe April 2011, mit freundlicher Genehmigung des VDH

» …
Es gibt also unwiderlegbare Gründe für gesonderte Zuchtzulassungsprüfungen mit erweiterten Eignungskriterien und einer übersichtlichen Dokumentation, die öffentlich zugänglich gemacht wird. Zweierlei Angaben zu gesundheitsbezogenen Variablen gilt es bei dieser Gelegenheit zu eruieren. Da sind einerseits DNA-Befunde, die mit Erbkrankheiten in Beziehung stehen, und andererseits klinische Untersuchungsbefunde zu erblich beeinflussten pathologischen Merkmalen – immer unter der Voraussetzung, bei der entsprechenden Rasse spielen Störungen eine gravierende Rolle. Nur so lässt sich auch nur ansatzweise eine diagnostische Grundlage für die Anwendung von systematischen Zuchtstrategien erarbeiten. Auf eine moderate Art und Weise sollte auch Verhaltensmustern nachgegangen werden. Rassespezialisten werden den Anlass zudem problemlos für eine Analyse der Ahnen nutzen können, was in der Regel nicht zu formellen Beschlüssen, sondern zu informellen Aussprachen führen sollte. Es ist ein Leichtes, anlässlich einer solchen Veranstaltung mannigfachste Bewegungsmuster, so auch die im vorhergehenden Absatz angedeuteten, bei den Vierbeinern hervorzurufen und bezüglich ihrer Aussagekraft für künftige Generationen zu bewerten. Im Ablauf gibt es sicherlich etliche Unterschiede zwischen Ausstellungen und Körungen (im Sinne von Veranstaltungen, die der Beurteilung der Eignung zum Zuchteinsatz dienen). Einer von ihnen ist äußerst schwerwiegend. Wird er nicht umgesetzt, drohen verheerende Fehlurteile. Der Einfluss des Präsentationsgeschicks auf das schriftlich fixierte Resultat ist bei den Zuchtzulassungen so gering wie irgend möglich zu halten, bei Ausstellungen fließt das Handling so gut wie immer in den Gesamteindruck ein. Letztlich wollen wir ja von dem, was wir mit den Sinnen wahrnehmen und was uns als medizinischer Befund vorliegt, soweit es machbar ist, auf den Genotyp schließen. Dazu leistet das andere Ende der Leine nichts.

In Deutschland schreiben die Französischen Bulldoggen auf löbliche Art und Weise Geschichte. Um den Schattenseiten der Brachycephalie keine Chance zu geben, stellen sie sich einer Art von Konditionstest. Ihr Herz wird von einem Tiermediziner abgehört und sowohl die Pulsfrequenz als auch die Atmung kontrolliert. Anschließend bewegen sie sich einen Kilometer unter Einhaltung einer Vorgabezeit fort. Und schließlich stehen das Herz, der Puls und die Atmung direkt nach der Bewegungsphase und fünf bis zehn Minuten später erneut auf dem Prüfstand. Nur die Starter, die störungsfrei agieren, werden zur Zucht zugelassen. Möpse und weitere Rassen profitieren gleichermaßen von dieser Neuerung. Wie nahtlos fügt sich dieses Verfahren doch in die bereits beworbene Leitidee ein, wonach am Tag der Bewertung der Eignung eines Hundes für die Zucht die Schlüsselbegriffe einmal mehr lauten müssen: Lebensqualität (für den Hund), Langlebigkeit, Gesellschaftsverträglichkeit und Rassetyp.
…«

 
Antrag auf Deckgenehmigung
als PDF zum Downlaod

 

 
DNA-Profiling bei Französischen Bulldoggen:
Ein Resümee für 2010


von PD Dr. Ina Pfeiffer

Zum Lesen des PDFs bitte HIER klicken

 

 
Herzprobleme bzw. Pulmonalstenose
bei den Französischen Bulldoggen?


von Dr. Jutta Gerwert 

 

PDF-Download "Herzuntersuchung" von Dr. Gerwert

Am 24.11.2010 trafen sich fünf Züchter mit Herrn Dr. Wendt, einem Tierarzt, der auf die Herzuntersuchung bei Hunden spezialisiert ist und dem »Collegium cardiologicum« angehört.

Der IKFB wollte in einer Screeninguntersuchung von verschiedenen Hunden abklären, ob in unserer Rasse ein Herzproblem, spezielle eine Einengung der Lungenarterie (Pulmonalstenose) vorliegt

Diese Pulmonalstenose wird in 4 Schweregrade eingeteilt, wobei die leichte Form leider bei der üblichen klinischen Untersuchung der Hunde und auch beim Belastungstest nicht auffallen muss.

Zur Diagnostik der Pulmonalstenose ist eine ausführliche Ultraschalluntersuchung notwendig, wobei die einzelnen Kammern des Herzens vermessen werden und der Druck in jeder Kammer und den großen Gefäßen gemessen wird.

Alle sieben Hunde im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren wurden auf die Seite gelegt, an ein EKG angeschlossen und gründlich über 20-30 Minuten mit verschiedenen Einstellungen des Ultraschallgerätes untersucht.
Im Vorfeld hatte Herr Dr. Wendt uns die "Pulmonalstenose" und seine Untersuchung erklärt und war der Meinung, die Französischen Bulldoggen seien sicher betroffen. Doch zu seiner Überraschung wiesen alle sieben Hunde keine Herzveränderungen oder Engpässe (= »Stenosen«) der Gefäße auf.

Natürlich herrschte nun große Erleichterung, dass doch wahrscheinlich kein Problem besteht. Allerdings sind sieben Hunde noch kein großer Durchschnitt unserer Rasse.

Daher wäre es wünschenswert, wenn möglichst viele Zuchttiere unserer Rasse sich dieser speziellen Herz-Ultraschalluntersuchung unterziehen würden.
Allerdings sollte diese Untersuchung nur von Spezialisten durchgeführt werden, die über die Ausrüstung und das nötige Know-how verfügen. Eine Möglichkeit sind Mitglieder des o.g. Collegium-cardiologicum oder gute Kliniken.

Wie bei fast allen Untersuchungen gibt es einen Untersuchungsvordruck. Die Kosten der Untersuchung betragen ca. 80,- bis 150,- €.

Die Ahnentafel sollte mitgebracht werden, da die Untersuchung dort vermerkt werden kann. Eine Kopie des Untersuchungsbogens bitte an die Zuchtleitung schicken. Im Deckrüdenverzeichnis werden wir z.B. künftig die durchgeführte Herzuntersuchung vermerken.

Vielen Danke an die Züchter, die mit zu Herrn Dr. Went gefahren sind und die Untersuchungs- und die Fahrkosten auf sich genommen haben.

Dr. Jutta Gerwert

Auf der Internetseite des Collegium cardiologicum finden Sie weitere Informationen und eine Liste der Tierärzte, die dieser Gesellschaft angeschlossen sind:

Collegium cardiologicum

www.collegium-cardiologicum.de
 
Tierarzt-Liste: Untersucherliste Collegium cardiologicum
 
http://collegium-cardiologicum.de/CC_Untersucherliste_off_17_11_10.pdf
 
Bericht der Screeninguntersuchung Pulmonalstenose von Frau Dr. Gerwert als PDF-Download
 

 

 
War »Fifi« der Vater?
Abstammung sicher nachweisbar

von PD Dr. Ina Pfeiffer

PDF-Download "Abstammung sicher nachweisbar" von PD Dr. Ina Pfeiffer

Wie kann man sicher sein, dass der gerade erworbenen teure Rassehund auch tatsächlich den guten Stammbaum hat, den ihm seine Papiere bescheinigen?
Vor allem für Hundezüchter ist diese Frage von größter Bedeutung.

Mittlerweile gibt es technische Möglichkeiten, dieser Fragestellung gezielt auf den Grund zu gehen.

Molekulargenetiker haben ein Verfahren entwickelt, das die Identität eines Hundes mit 99,99%iger Sicherheit feststellen kann. Hierfür braucht man entweder einen Fingerhut voll EDTA-Blut, einen Mundschleimhautabstrich oder ca. 30 frisch ausgezupfte Haare mit Wurzeln.

"Mikrosatelliten belegen die Identität"

Bei der so genannten »Mikrosatelliten-Diagnostik« (DNA-Fingerabdruck) wird von dem Probenmaterial zunächst die Erbsubstanz, die DNA, isoliert. Je nachdem, welches Isolationsprotokoll angewendet wird, hat man das Makromolekül bereits nach 30 Minuten vorliegen. Hiernach lagert man die DNA ein (-20°C) und sie kann je nach Wunsch, für eine bestimmte Merkmalsdiagnostik/Forschungsprojekte wieder aufgetaut und eingefroren werden.

"Das DNA-Profil"

Was jetzt passiert, lässt sich als ausgeklügelte biochemische Reaktion umschreiben. Bei diesem »Mikrosateliten-Detektions-Verfahren« werden kleine, individuell unterschiedliche Abschnitte, ben die »Mikrosateliten (STRs, Marker)« (siehe Abb. 1) von der DNA abgelesen und vervielfältigt.

Mikrosatelliten-Vererbung bei einer Hundefamilie

Abb. 1: Mikrosatelliten-Vererbung bei einer Hundefamilie

Das geschieht, damit man ausreichend Material bekommt, um die individuellen Unterschiede der Hunde sichtbar und für eine Auswertung zugänglich zu machen.

Der Rest ist Statistik: Um eine nahezu 100&ige Aussage über die Identität abzuleiten, muss eine ausreichend große Anzahl von Mikrosatelliten untersucht werden. Die Visualisierung kann mit speziellen Geräten vorgenommen und abschließend ausgewertet werden. (siehe Abb. 2)

von der Probe bis zum DNA-Profil

Abb. 2: von der Probe bis zum DNA-Profil

Anhand der ermittelten Größe/Länge der unterschiedlichen Marker wird die Identität des Hundes festgestellt. Auf diese Weise wird für jeden Hund ein »Strichcode« festgestellt und über bestimmt Computer-Programme in Datenbanken eingearbeitet und muss in der Regel nur einmal im Leben durchgeführt werden.

"Abstammungsnachweise"

Auf die gleiche Weise lässt sich auch die Abstammung eines Hundes klären. Gibt es bei den inder automatischen Auswertung sichtbar gemachen Mustern Übereinstimmungen mit dem Muster vom angeblichen Mutter- und/oder Vatertier. dann ist die Herkunft klar.

Der DNA-Profil-Abgleich einer Hundefamilie mit zweifelhafte Abstammung von Welpen

Abb. 3: der DNA-Profil-Abgleich einer Hundefamilie mit zweifelhafter Abstammung von Welpen

Abstammungstest werden mittlerweile von vielen Rassehundeclubs vorgenommen. Nur so lässt isch der gar nicht so seltene Verdacht aus der Welt räumen, dass bei einem Wurf wertvoller Rassehunde auch Nachbars »Fifi« seine Pfoten im Spiel gehabt haben könnte.

Ferner bietet der DNA Fingerabdruck - als Vorsichtsmaßnahme - auch die folgende Möglichkeit: Falls Ihr Tier gestohlen wird und wieder auftaucht, können Sie gerichtsfest beweisen, dass es tatsächlich Ihr Vierbeiner ist.

PDF-Download "Abstammung sicher nachweisbar" von PD Dr. Ina Pfeiffer

Weitere Downloads zum Thema:

Untersuchungsantrag DNA-Status Zuchtzulassung + Informationsblatt

Untersuchungsantrag DNA-Status Abstammung Welpen + Informationsblatt

Anleitung zum DNA-Abstrich bei Welpen

 

 

 

Züchtertagung IKFB
07. November 2010 in Reken

Was verändert sich an der Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule?


von Dr. Anne Posthoff

 

PDF-Download "Züchtertagung 07.11.2010 - Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen" von Dr. Anne Posthoff

Was ändert sich an der Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen?

Das bisherige Verfahren, zwei Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule von jedem Bully, der zur Zucht zugelassen werden soll, einzureichen, wird beibehalten.
Allerdings ändert sich an der Befundung und den daraus resultierenden Konsequenzen eine Menge.

Wir sind uns alle darüber einig, dass Wirbelsäulenveränderungen bei den Französischen Bulldoggen häufig vorkommen, auch wenn von anderen Zuchtvereinen immer behauptet wird, dort würde mit keilwirbelfreien Hunden gezüchtet. Es ist aber nun nicht so, dass nur wir IKFB Züchter Hunde mit Keilwirbeln haben, in anderen Ländern ist das Problem ebenfalls erkannt und wird auch dort züchterisch bearbeitet.
Der englische Klub für Französische Bulldoggen etabliert gerade ein gestrafftes Gesundheitssystem mit Bronze, Silver und Gold Certificates - der amerikanische Klub für Französische Bulldoggen führt über die OFA (orthopedic foundation for animals) seit langem Röntgenuntersuchungen der Wirbelsäulen bei der Französischen Bulldogge durch.
Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass auch die Belgier und Niederländer über die Etablierung eines Gesundheitssystems nachdenken und in Österr3eich wird seitens einiger eifriger Genetiker auch ganz heftig über die Daseinsberechtigung der Brachycephalen (Kurznasen) diskutiert.

Aus Amerika kommt auch die einzige ernst zu nehmende Studie zu diesem Thema, mit statistisch relevantem Zahlenmaterial, sieht man von den Parolen und anekdotenhaften Schilderungen anderer Bulldogenklubs ab.
So wurden in Amerika im Jahr 2004 245 Tier untersucht mit folgendem Ergebnis: 81% der Hunde hatten bis zu 5 Keilwirbel, 70% der Hunde hatten Keilwirbel zwischen dem 5. und 9. Brustwirbel. Bis zum Jahr 2008 wurden insgesamt 668 Französische Bulldoggen untersucht.

Was ändert sich nun also?

Zunächst einmal wird die Beurteilung der Wirbelsäulen von einer UNABHÄNGIGEN Gutachterin, Frau Dr. Susanne Medl erfolgen (www.medl-tierklinik.de).
Frau Dr. Medl ist nicht nur fachlich kompetent, sie ist auch unabhängig (sie züchtet keine Bullies, hat selbst keinen Bully, hat keine Schwester, die Bullies züchtet und will sich auch nicht im IKFB ehrenamtlich engagieren) sie mag Bullies und ist nicht der Meinung, dass diese Rasse von der Bildfläche verschwinden sollte.

Es werden weiterhin zwei Röntgenaufnahmen der Brust- und Lendenwirbelsäulen in Seitenlage angefertigt werden müssen. Bei der Aufnahme der Lendenwirbelsäule soll die Rute vollständig abgebildet sein und die Qualität der Aufnahmen muss eine Beurteilung der einzelnen Wirbel erlauben.

Im Vorgespräch mit Frau Dr. Medl und Frau Dr. Gerwert fiel auf, dass leider ein sehr großer Anteil der eingeschickten Röntgenaufnahmen auf Grund mangelnder Qualität und verkippter Lagerung nicht auswertbar waren.
Das wird in Züchterkreisen sicherlich zu Unmut führen, denn zukünftig werden qualitativ schlechte Aufnahmen nicht mehr akzeptiert werden.

Das bedeutet dann, dass die Aufnahmen erneut angefertigt werden müssen. Es ist wichtig, seinen Tierarzt darüber zu informieren, um sich Stress und Ärger zu ersparen.

Weiterhin wird empfohlen, unruhige Hunde zu sedieren, damit eine wirklich ortograde seitliche Lagerung gewährleistet wird. Digitale Medien sind zugelassen, allerdings müssen sie diesen Qualitätskriterien genau so genügen, wie die herkömmlichen Röntgenaufnahmen.

Die Befundung der Röntgenaufnahmen durch Frau Dr. Medl wird nachvollziehbar und transparent sein, es wir eine Einteilung in 4 Grade vorgenommen, wobei nur Grad 4 mit einer Zuchtauflage belegt werden wird. Die Grad-4-Hunde können natürlich nach wie vor mit ausländischen Hunden verpaart werden, wenn auch der Paarungspartner eine Befundung der Wirbelsäule durch Frau Dr. Medl vornehmen lässt und mit Grad 1 oder 2 beurteilt wird. genau wie bei deutsch-deutschen Verpaarungen.

Es ist beabsichtigt, dieses Verfahren zunächst drei Jahre lang durchzuführen und nach drei Jahren die Ergebnisse zu evaluieren und das Verfahren eventuelle zu modifizieren.
Außerdem sollen die Ergebnisse veröffentlich werden.

Dr. Anne Posthoff

PDF-Download "Züchtertagung 07.11.2010 - Röntgenuntersuchung der Wirbelsäulen" von Dr. Anne Posthoff

 


 

 

 

 

Kontakt Informationen

IKFB - Geschäftsstelle:
Gabriele van Hüth
Im Westerfeld 26
46459 Rees
Tel: +49 (0)28 51-96 53 34
E-Mail: geschaeftsstelle@ikfb.de
Zuchtbuchamt, Wurfveröffentlichungen + Deckrüden:
Dagmar Cansevin
Fasanengärten 16
71397 Leutenbach
Tel : +49 (0)71 95- 97 96 49
E-Mail: zuchtbuchamt@ikfb.de